Thalgau, Marktplatz, 2025
Orte unterliegen einem stetigen Wandel – gesellschaftlich wie räumlich.
Das Ortsbild wird dadurch zum gebauten Abbild des Wandels und was sagt diese Veränderung über die Gesellschaft aus?
War Thalgau nach dem 2. Weltkrieg noch ein weitestgehend bäuerlich geprägtes Dorf mit wenigen, die Wasserkraft nutzenden Industriebetrieben entlang der Bachläufe, hat die Lage an der Westautobahn und im Speckgürtel der Stadt Salzburg seitdem zu einem starken Wachstum und damit einhergehender Zersiedlung geführt.
Während die Bebauung stetig mehr Landschaft verbraucht, verschwinden im Zentrum immer wieder ortsbildprägende, teilweise historisch bedeutende Bauten.
Verblüffend ist, wie schnell die neue Situation zur Gewohnheit wird und die Erinnerung an die vorherige verschwindet.
Nach der Portraitserie Mia san mea, die 2024 mit 53 Schwarzweiß-Porträts von Thalgauerinnen und Thalgauern einen Querschnitt durch die Bevölkerung gezeigt hat, ist diese Arbeit nun eine Auseinandersetzung mit der sich wandelnden Bebauungsstruktur im Ort.
Grundlage hierfür sind historische Fotografien. Diese wurden in Thalgau von Bernhard Iglhauser in langjähriger Arbeit zusammengetragen und stellen heute ein reiches Archiv der Ortsgeschichte dar. Die Zeitspanne der Aufnahmen umfasst dabei die Jahre von 1870 bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Das Projekt soll den Wandel zeigen – und diesen anhand der Gegenüberstellung von historischen und aktuellen Aufnahmen vom gleichen Aufnahmestandpunkt aus unmittelbar sichtbar machen.
Thalgau, Brunnbach im Ortszentrum, 2025
Thalgau, Marktplatz, 2025
Unterdorf, Salzburger Straße, 2025
